Koizars erstes Jahr in Europa

Sigi Koizar ist seit dieser Saison wieder zurück in Europa. Sie steht beim ungarischen Erstligisten ZTE NKK unter Vertrag.

Die letzten vier Jahre verbrachte Koizar in den USA, wo sie seit 2013/2014 an der University of Maine in der Collegeliga spielte. 2014/15 wurde sie zum ersten Mal ins All-American East Conference (AEC) gewählt. Die darauffolgende Saison 2015/16 gehörte sie zu den besten Werferinnen des Landes mit einem Durschnitt von 18 Punkten pro Spiel. In derselben Saison wurde sie erneut ins AEC-Team gewählt und schaffe es mit ihrer Mannschaft ins AEC-Finale.  

Auch akademisch war Koizar in Amerika erfolgreich. Neben ihrem abgeschlossenen Studium im Biologie wurde sie drei Mal ins America East All-Academic Team gewählt und erhielt den University of Maine Dean Smith Award, der jährlich an die besten Athletinnen und Athleten mit herausragenden akademischen Leistungen verliehen wird.

Mit dem österreichischen Nationalteam wurde Koizar 2014 European Champion for Small Countries.

In einem kurzen Interview erzählt sie von ihrer Zeit in Amerika, die Umstellung auf Europa und ihre Zukunftswünsche. 

 

Du bist nun die erste Saison wieder zurück in Europa. Wie gefällt es dir hier?

Mir gefällt es hier sehr gut. Ich habe mich schon gut eingelebt, bin allerdings auch nur 2.5 Stunden von Wien entfernt, was nach vier Jahren in Amerika sehr angenehm ist. So kann ich hin und wieder an freien Tagen Freunde und Familie besuchen. Zalaegerszeg ist ein nettes Städtchen, ich wohne genau im Zentrum und die Halle ist auch nur 10 Gehminuten entfernt.

Was ist anders als in Amerika? Was sind die größten Unterschiede?

Einer der größten Unterschiede ist die europäische 24-Sekunden-Uhr (30 Sekunden in Amerika, auch nach einem Rebound). Das Spiel ist also um einiges schneller. Außerdem wird hier sehr viel Pick&Roll gespielt; etwas, das zumindest in Maine sehr selten gemacht wurde.
Der Kader hier hat nur 12 Spielerinnen, jetzt verletzungsbedingt leider nur noch 10. In Maine hatten wir 14/15 Spielerinnen pro Training. Da sind die Pausen zwischen den Übungen doch hier etwas kürzer. In Amerika waren die Trainings üblicherweise 3 Stunden, hier trainieren wir 2x täglich 1.5 Stunden. Außerdem habe ich keinen Schulstress nebenbei. Das ist zumindest dieses Jahr sehr angenehm. 

Du spielst nun bei ZTE in der ersten ungarischen Liga.  Wie ist der Klub in der Liga positioniert? Spielt ihr sonst noch in einem anderen Bewerb mit?

Wir sind 4. in der Tabelle. Hinter Szekszard, Sopron und Gyoer. In Ungarn gibt es die Meisterschaft mit einem Spiel pro Woche, und dann den ungarischen Cup Ende März. Leider spielen wir in sonst keinem Bewerb. Andere Teams in Ungarn spielen Eurocup, Sopron in der Euroleague.

Was sind deine Eindrücke? Wie hast du dich in das Team eingliedern können? Was ist deine Rolle im Team?

Soweit so gut. Wir haben vier Ausländerinnen im Team – 2 Amerkanerinnen, eine Rumänin, und mich. Ich verstehe mich sehr gut mit den Mädels, an der Teamchemie ist auf jeden Fall nichts auszusetzen.
Ich bin hier Starting Pointguard, spiele also in der ersten Halbzeit Position 1, und in der zweiten Halbzeit teilweise auch Position 2. Hier in Ungarn gibt es eine Regel, dass in der ersten Halbzeit eine ungarische junge Spielerin am Feld sein muss, unsere junge Spielerin spielt an der 2. Position, also wird in der ersten Halbzeit an der PG Position durchgewechselt. In der 2. Halbzeit spiele ich teilweise mit unserem anderen PG, und spiele dann mehr am 2.

Was sind deine nächsten Meilensteine bzw. Ambitionen? Wie lang bleibst du in Ungarn bzw. wie lang bist du vertraglich gebunden?

Das Ziel für den Rest der Saison ist auf jeden Fall eine Top 4 Position in der Tabelle und somit auch eine gute Ausgangssituation für die Playoffs. Mein Vertrag endet mit Ende der Saison, also gegen Ende April.

 Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Was sind deine Ziele?

Ich möchte meine Karriere in den nächsten Jahren definitiv fortsetzen. Jedenfalls solange es mir Spaß macht, aber zurzeit ist kein Ende in Sicht! Ich weiß zwar noch nicht, in welchem Land ich spielen werde, aber ich habe auch keine Präferenzen. Das wird sich dann im Mai / Sommer herausstellen.

 

 

FOTOS: ZTE NKK

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