Jakob Pöltl: Hatten alle Möglichkeiten

Für Jakob Pöltl und die San Antonio Spurs ist die NBA-Saison nach der Playoff-Erstrunden-Niederlage gegen die Denver Nuggets (3:4) beendet. Das entscheidende siebente Spiel einer hart umkämpften Serie ging in der Nacht auf Sonntag mit 86:90 verloren. Das folgende Interview haben Talking-Heads geführt. 

Jakob, das alles entscheidende siebente Spiel hat sich zu einem irren Krimi entwickelt und hätte ebenso in die Verlängerung gehen können – wie groß ist der Frust so knapp gescheitert zu sein und was hat letztlich den Unterschied ausgemacht?

Uns war klar, dass es eine toughe Serie werden und es auf Kleinigkeiten ankommen wird. Im Entscheidungsspiel ist in der ersten Hälfte nichts für uns gefallen, aber wir haben nie aufgegeben und hätten das Spiel fast noch gedreht. Unterm Strich war es einfach nicht gut genug, die Enttäuschung ist schon noch sehr groß, zumal wir alle Möglichkeiten hatten. 

Du hast in der Regular Season 77 der 82 Spiele absolviert, warst in den Playoffs in der Starting Five der Spurs gesetzt und hast im Schnitt 25,3 Minuten gespielt – so viel wie noch nie in deiner Playoff-Karriere. Wie beurteilst du dein erstes Jahr unter der Regie von Kult-Trainer Gregg Popovich, wie siehst du deine persönliche Entwicklung?

Grundsätzlich bin ich nicht unzufrieden. Klar war die Umstellung am Anfang herausfordernd, das Team, die Coaches, die Systeme - alles war neu und zunächst natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber ich bin super unterstützt worden, habe mich im Verlauf der Saison immer besser zurechtgefunden und meine Rolle erweitern können. Positiv war sicher, dass wir die Playoffs früh fixieren konnten. Für die Spurs war es die 22. Teilnahme in Folge, was NBA-Rekord bedeutet. Das ist bei weitem nicht selbstverständlich, zumal der Westen bis zum Schluss heiß umkämpft war.

Dein Teamkollege DeMar DeRozan hat in einem Interview auf die Vorwürfe Denvers, du hättest in der Serie zu harte, unfaire Blocks gestellt gemeint, wer denkt du spielst schmutzig, hat schmutzige Hintergedanken. Wie hast du die Diskussion mitbekommen?

Es war natürlich ein Thema. Ich habe damals gesagt, wenn ich einen illegalen Screen setze, wird man es mir sagen. Solange das nicht der Fall ist, werde ich es weiterhin so machen wie ich es die gesamte Saison über gemacht habe.

Was gilt es in deinem Spiel noch zu verbessern, wo willst du in der Vorbereitung auf die kommende Saison die Hebel ansetzen?

Verbessern kann man immer etwas, auf mich wartet sicherlich wieder eine Menge Arbeit und ein intensiver Trainingsplan. Die entsprechenden Details werde ich in den kommenden Tagen mit den Coaches besprechen.

Wie sieht dein Sommerfahrplan aus, wann kommst du nach Österreich zurück?

Das lässt sich erst sagen, wenn ich mit den Coaches Rücksprache gehalten habe. Gut möglich, dass ich noch in San Antonio bleibe, Athletiktraining absolviere und am Offensiv-Paket arbeite, zum Beispiel am Wurf und an Post-up-Sachen. Anschließend möchte ich ein wenig Zeit mit meiner Familie und Freunden in Österreich verbringen und werde sicherlich etwas Urlaub machen. Ein weiterer Fixpunkt ist natürlich mein Basketball-Camp (20.-23. Juni) in Wien. Darauf freue ich mich besonders.

Zuletzt dein Tipp, wer wird sich im Finale gegenüber stehen und NBA-Champion 2019?

Mein Tipp ist Raptors gegen Warriors – mit dem besseren Ende für Golden State.

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